Das Web hat in letzter Zeit grosse technologische Fortschritte gemacht. Waren es anfangs nur kleine dynamische Elemente innerhalb von statischen Web-Pages, so lassen sich heute wesentlich komplexere Funktionalitäten in Web-Applikationen realisieren.
Web-2.0-Anwendungen basieren auf Ajax, welches kurz für "Asynchrones JavaScript und
XML" steht. Ajax ist eine Kombination aus bereits seit längerem bekannten Techniken für die Darstellung und Automatisierung von Webseiten. Das Zusammenspiel all dieser Technologien ermöglicht das asynchrone Nachladen von Inhalten innerhalb einer Webseite, ohne sie komplett neu laden zu müssen. Dies ermöglicht die Entwicklung von interaktiven Webseiten, die denselben Funktionsumfang wie eine Desktopanwendung besitzen. Ein bekanntes Beispiel ist der Web-2.0-Texteditor
Google Text und Tabellen.
Eclipse baut auf dem Prinzip des Rich Client auf. Dieser basiert wiederum auf dem so genannten Fat Client. Der Fat Client unterteilt sich oberflächlich betrachtet in zwei Schichten: Auf der untersten Schicht findet die lokale Datenverarbeitung des Programms statt. Auf der darüberliegenden Schicht befindet sich meist eine GUI, also eine Grafische Benutzeroberfläche. Zur Anbindung an eine Programmiersprache bietet der Rich Client eine API. Der Rich Client ist eine Erweiterung des Fat Client. Zur Datenverarbeitungs- und GUI- kommt eine Pluginschicht hinzu. Ein Plugin ist eine einfache Möglichkeit die Funktionalität einer bestehenden Plattform zu erweitern.
Die RCP (Rich Client Platform von
Eclipse) ist eine Sammlung vieler logischer, sowie visueller Bestandteile, die der Entwicklung von
Java-Programmen dienen. So bietet die RCP beispielsweise das Standard Widget Toolkit (kurz SWT) welches der Erstellung nativer visueller Oberflächen dient, fertige Hilfe- und Update-GUI's,
XML-Werkzeuge und vieles mehr.Zudem steht die RCP mit der
Eclipse Public License als Open Source zur freien Verfügung und wird stetig weiterentwickelt.
Die Rich Ajax Platform (kurz RAP) vereinigt das Beste aus den Welten von Ajax und der Rich Client Platform. Es bietet
Java-Programmierern ein mächtiges einheitliches Framework zur Erstellung von Web-2.0-Anwendungen. RAP basiert auf einer Client-Server-Struktur. Auf der Serverseite befindet sich ein Applikationsserver wie z.B. Apache Tomcat, Jetty, etc. der das Javaprogramm ausführt und die Daten an den Client (d.h. an einen Browser) sendet. Für den Browser werden die vorhandenen SWT-Oberflächenelemente durch RWT (Qooxdoo), also HTML- und Ajax ersetzt.
Dieses
ZFI-Seminar vermittelt dem Entwicklungs-Entscheidungsträger auf systematische Art und Weise das notwendige Wissen, um in seinem Umfeld die für ihn richtigen Entscheide und Weichenstellungen zu treffen.